Musik als Verkündigung

In den protestantischen Kirchen gilt die Musik seit jeher als eines der zentralen Mittel der Verkündigung. Über die Kirchenmusik können Menschen einen emotionalen und spirituellen Zugang zu religiösen Themen und zu ihrem persönlichen Glauben finden.
Kirchenmusik als Kulturpflege
Kirchenmusik ist zugleich gelebte Kulturpflege: Das überaus reiche Repertoire geistlicher Musik ist ein Kulturgut, das es zu bewahren, lebendig zu halten und weiterzugeben gilt. Nicht umsonst hat die UNESCO Ende 2017 den Orgelbau und die Orgel zum „Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt“ – in der Begründung wird vor allem die Synthese aus Tradition und Innovation hervorgehoben.
Gelebte Kirchenmusik

Was ich in der Lehre vermittle, möchte ich auch selbst praktisch tun. An der Hochschule wie in der Gemeinde ist mir die unmittelbare kirchenmusikalische Arbeit darum ein zentrales Anliegen.
Universitätsorganistin der MLU Halle
Dass ich neben meiner Hochschultätigkeit auch im Rahmen meiner Aufgabe als Universitätsorganistin der MLU Halle kirchenmusikalisch aktiv sein darf, bedeutet mir sehr viel. Die im Semester zweiwöchentlich stattfindenden Universitätsgottesdienste gestalte ich gemeinsam mit wechselnden musikalischen Partnerinnen und Partnern. So bleibe ich auch in der praktischen Ausübung mit dem verbunden, was ich meinen Studierenden vermittle.
Kirchenmusik am Neumünster Zürich (2016–2021)
Von 2016 bis 2021 hatte ich die wundervolle Aufgabe, an der reformierten Neumünster-Kirche in Zürich Musik zu machen. Gemeinsam mit meinen Musikerkollegen und in Absprache mit der Kirchgemeinde konzipierte, plante und gestaltete ich die Kirchenmusik am Neumünster als Organistin und Kantorin.
Neben dem Orgelspiel in den sonn- und feiertäglichen Gottesdiensten umfasste meine Arbeit das Planen und Durchführen von Konzerten und Konzertreihen unterschiedlichster Art sowie das Gestalten von Gottesdiensten in Altersheimen oder mit Kindern und Familien.
Chorleitung: Cantolino und TonArt Zürich
Zusätzlich zu meiner Tätigkeit als Organistin leitete ich den Projektchor „Cantolino“ und den freien Kammerchor „TonArt Zürich“ – und hatte so die Möglichkeit, mit diesen sowohl einfach verständliche Kirchenlieder als auch komplexe Chormusik zu erarbeiten.
Mit meinem kirchenmusikalischen Wirken hoffe ich, Menschen berühren zu können und auf diese Weise meinen Beitrag zur Verkündigung des Evangeliums zu leisten.

Den ersten Platz nach der Theologie gebe ich der Musik. Das wird klar aus dem Beispiel Davids und aller Propheten, die alles, was sie zu sagen hatten, in Metren und Gesängen ausdrückten.
Martin Luther (1483-1546)
